Tipps und Tricks (Fotografie)

Tipps und Tricks aus dem fotografischen Alltag

Das Stativ

In Zeiten der Bildstabilisatoren ist ein Stativ so überflüssig wie ein Film in der Digitalkamera. Na ja, Vergleiche hinken und Stative sind auch nicht aus der Mode gekommen. Wirklich? Stative sollen nicht nur die Kamera ruhig halten für schärfere Bilder sondern auch den Blick des Fotografen schärfen und trainieren.

Probieren Sie mal: Betrachten Sie ohne Stativ einen schön gedeckten Esstisch durch den Kamerasucher. Schwenken Sie die Kamera, um zu einer guten Komposition zu kommen und beurteilen Sie die Positionierung der vorhandenen Gegenstände einschließlich eines Blumenstraußes. Verändern Sie die Standorte von Dingen, die sich gegenseitig stören oder verdecken. Nehmen Sie die Kamera wieder (und wieder und wieder und wieder) vor das Auge und beurteilen Sie die Bildwirkung erneut. Wenn Ihnen diese Prozeduren endlich zu viel werden, hören Sie auf damit und holen Sie das Stativ!

Dann: Kamera anbringen, einstellen und Tischdekoration passend verschieben (eventuell auch das Stativ). Als nächstes beurteilen Sie die Lichtstimmung und bauen Lampen und/oder Reflektoren auf. Den Rest können Sie sich lebhaft vorstellen – gucken, ändern, gucken ändern usw. Am Ende gelingt Ihnen ein Foto, das wirklich ein Bild ist.

Alles klar, wofür ein Stativ gut sein kann?

Übrigens: Das Objekt muss nicht immer ein gedeckter Tisch sein, Landschaften, Stadtlandschaften, Gruppen- oder Architekturaufnahmen und manches mehr tun’s auch. Fazit: Mit Stativ sehen Sie besser.

Wie war das mit dem Sehen? Wer sehen kann, kann auch fotografieren. Sehen lernen kann allerdings lange dauern.

Mit Stativ lässt sich das abkürzen.

Und noch was: Nicht jede Kamera verträgt die Ruhe auf dem Stativ und den gleichzeitig eingeschalteten Stabilisator. Den können oder sollten Sie dabei abschalten.  

Die richtige Beleuchtung

Die richtige Beleuchtung ist entscheidend für ein gelungenes Bild. Was aber bitte ist die richtige Beleuchtung?

Thema Architektur: Probieren Sie es einmal bei bedecktem Himmel oder sogar zwischen zwei Regenschauern. Sie bekommen dabei keine Schlagschatten, die Fassaden sind gleichmäßig ausgeleuchtet, die Farben klar und stimmig. Und sehen Sie sich mal die Straßenoberfläche an nach dem Regen! Die hat Struktur.

Und der Himmel, die schönen Wolken, die fehlen doch dabei? Stimmt. Aber Sie wollten ja ausschließlich Architektur haben und keine Natur-Landschaft.