Erlebnisse

Foto-Ausflug nach Germerode im Juni 2012

Die Schlafmohn-Blüte ist in jedem Jahre ein Naturereignis der besonderen
Art: Wenn sich ganze Felder in blau-violett bis rosa einkleiden und die
Mohn-Blüten vom Wind geschwenkt werden oder sich gemächlich hin- und
herwiegen und wenn auch noch die Sonne scheint, dann wird ein Besuch in
Germerode am Meißner unvermeidlich.

Eine Abordnung unseres Fotoclubs Fotofreunde Kassel e.V. tat am 28. Juni
genau das und wurde dafür mit allem belohnt, was ein Fotografenherz wünschen
kann. Alles war vorhanden- geschlossene und halb geöffnete Knospen,
voll ausgebildete Blüten und auch schon der junge Fruchtstand. Dazu war die
Beleuchtung perfekt- Sonne mit leichtem Dunst vermied harte Kontraste und
passte damit zu dieser  Blütengattung, die den Schlaf im Namen führt und
auch als Blume der Freude bezeichnet wird.

Aus Mohn lassen sich bekanntermaßen die köstlichsten Süßspeisen anrichten.
Zu ihnen gehört ganz selbstverständlich der Germknödel mit einer leckeren
Soße und mit seiner reichen Mohnfüllung. Sofern er nicht vorgefertigt aus
der Tüte kommt sondern richtig von Hand und frisch zubreitet wurde, ist er
immer eine gute Empfehlung.

Die Frage, woher wohl der Knödelname komme, fand für uns keine Antwort.  
Ob er vor einer Reihe von Jahrhunderten Germerode-Knödel hieß und irgendwann
zum Germknödel mutierte? Wer weiß, wer weiß.Dem in Sachen Schlafmohn sehr
aktiven Ort Germerode aber würde es sicher gefallen.

Mit Waschbären auf du und du

Im Wilhelmshöher Park ist mir schon gelegentlich einmal ein Waschbär vor das Objektiv gelaufen. Im letzten Juni jedoch war es sogar eine Familie (ohne männliches Tier), die am Wegesrand auftauchte.

Zwei junge Leute lagerten auf einer Decke am Seeufer und holten etwas aus einer Pastiktüte. Das Knistern dieser Tüte muss die Tiere angelockt haben. Ohne Scheu bedrängten sie die Menschen, die sich nur durch Aufstehen, Zurückweichen und Hochhalten ihrer Tüte vor der Belästigung schützen konnten.

Dieses Verhalten kannte ich bis dahin nur von Wildschweinen in einem Gatter: Einmal mit einer Tüte rascheln und schon kommen die Tiere angelaufen. Das muss schon öfter im Park und in freier Wildbahn praktiziert worden sein, jeweils mit anschließender Fütterung. Für mich keine erfreuliche Entwicklung, denn Waschbären haben kaum natürliche Feinde. Die Vermehrungsrate ist dementsprechend hoch.

Wer einmal durch diese Tiere geschädigt wurde, wird sich solches Handeln überlegen. In meinem anderen Verein haben diese „possierlichen“ Tierchen im Vereinsheim einen Schaden von ca. 5.000 € auf dem Dachboden angerichtet. Sie hatten ohne Probleme Dachziegel einfach aufgehoben.

Fotografieren ist natürlich erlaubt, aber auch füttern?

 

Eine Wanderung zum Bärenberg

 Am Sonntag, dem 19. Oktober 2008, ist es Wirklichkeit geworden!

Um 10.00 Uhr war Treffen auf dem Parkplatz gegenüber dem Gasthaus Neu Holland.
Vier Autos rollten an und sechs Personen stiegen aus.Drei Autos fuhren weiter nach Ehlen,
bogen in Ehlen ab in Richtung Gut Bodenhausen, aber an der Kreuzung ließen sie Bodenhausen rechts liegen, unterquerten geradewegs die A 44 und fanden bald eine Parkmöglichkeit am Waldesrand.

Die Salonschuhe wurden gegen Wanderschuhe getauscht, die Fotorucksäcke geschultert
und los gings in den Wald. Zunächst auf Forststraßen,dann auf Pfaden, auch eine bißchen
querbeet um abzukürzen.

Dann die ersten tollen Motive: Buntes im Gegenlicht, herrliche Fernblicke von einer Felswand ins Wolhager Land, die Kameras klickten. Nachdem man sich satt gesehen hatte folgte ein kurzer Abstieg mitten durch den Wald zu einem gewaltigen Felsbrocken.

Die hohen Buchen, die den Felsbrocken umstehen machten das Fotographieren nicht ganz leicht, nun noch ein Gruppenfoto an der Wegkreuzung und hinauf zum Bärenberg. Eine gemütliche Hütte lud zur Rast und zum Verpern aus den Rucksäcken ein. Gestärkt und erfrischt wurde der Aussichts- und Fernmeldeturm bestiegen eine grandiose Fernsicht belohnte die Kletterer und wieder klickten die Kameras. Nur sehr
zögerlich begann der Abstieg vom Aussichtsturm, noch ein paar Fotos und auf neuen Wegen
wanderte die Gruppe Richtung Autos.

Auf dem Rückwege erblickte der Eine hier, der Andere dort ein Motiv, aber keiner ging
achtlos an den schönen Blumen auf der „Schmetterlingswiese“ vorbei.
Schmetterlinge, ein Ausflugsziel fürs nächste Jahr?

Mit Herrn Groß sind gewandert: U.Kanics, R. Becker, J. Hildebrandt, W. Paetow und H. Schmidt.

Die angehängten Fotos schoß Herr Groß.