Durch sein langjähriges und nie nachlassendes Werben um einen Termin im Nordhessischen ist es Achim Maier nun gelungen, den Foto-Club Vellmar zur Ausrichtung seiner Veranstaltung zu bewegen.

 

Das Event beschreibt er als Kombination aus einem Show-Block aus prämierten,internationalen Kurzschauen am Eröffnungsabend und einem „Seminar“ am Folgetag. Mit gespannter Erwartung saßen nun Mitglieder des Vellmarer Fotoclubs, der Kasseler Fotofreunde und des „Goldenen Schnitts“ aus Fuldabrück im Vellmarer Vereinsraum und freuten sich auf den angesagten Show-Block.

 

Dieser bestand nun aus einem recht heterogenen Gemisch überwiegend ausländischer Kurzschauen, bei denen interessanterweise die SW-Darstellung dominierte. Oft waren Machart und Kernaussage für das Publikum sowohl ungewohnt als auch schwer nachvollziehbar, weil stets die Originalversion gezeigt wurde und viele Zuschauer diese mangels entsprechender Fremdsprachenkenntnisse nicht vollständig verstehen konnten.Hinzu kam, dass die Pointen nicht immer offensichtlich waren, sondern sich erst Um-die-Ecke-gedacht offenbarten. Auch trugen inflationär verwendete Mehrfach-Überblendungen mit unterschiedlichen Transparenzen nicht gerade dazu bei, die Bilder und ihre Aussage zweifelsfrei zu erkennen. Zurück blieb ein sehr gemischter Eindruck, der dann auch durchaus kontrovers diskutiert wurde. Während sich die einen „schöne Bilder“ und wohl eher eine plakative Darstellung gewünscht hätten, sahen andere das gezeigte als interessante Bereicherung und vor allem Erweiterung des Spektrums bisher gesehener Schauen. Bleibt altbekannt und lapidar festzustellen: Beurteilung und Resümee sind also stets der individuellen Sichtweise geschuldet

Der folgende „Seminartag“ fand dann vor einem zahlenmäßig gegenüber dem Vortag deutlich geschrumpften Publikum statt, das einen Achim Maier erleben konnte, der stets auf der Basis seiner Homepage agierte und neben neuen Funktionen in WINGS 7 auch eine ganze Reihe recht interessanter Apps präsentierte, die durchaus erprobenswert scheinen.

Leider litt seine Präsentation sehr darunter, dass sie zum einen eine erkennbare Struktur vermissen ließ und zum anderen mit einem nur so über die Leinwand gejagten Mauszeiger und wild hoch- und heruntergescrollten Seiten nur fragmentarisch lesbar und nachverfolgbar war. Auch seine Sprechgeschwindigkeit empfand zumindest ich als etwas sehr heftig. In beiden Fällen hätte ein deutlich langsameres Tempo mehr gebracht! Nicht erschlossen hat sich mir die Intention, die Achim Maier eigentlich verfolgt: Einerseits ist er (nach eigener Aussage zumindest im Nebenberuf) AV-Händler, andererseits nur mäßig an Profit interessiert, denn sein Credo lautet:

„Hier nochmals mein Hinweis, dass ich alle Workshops und Seminare zum Thema Projektion (Beamer, Gestaltung, Software, etc.) kostenlos abhalte und nur Freibier erwarte, was aber auch ganz schön teuer werden kann.

Scheint wohl doch der pure Enthusiasmus zu überwiegen, wenn man denn ergänzend noch seine Seite     www.HDAV-Schule.de  liest…                Summa summarum war es eine durchaus gelungene und wohl für die allermeisten lohnende Veranstaltung!

Danke, Achim!
Rolf Becker
23.11.2019

Fotos : Friedhelm Kütz