Mit Waschbären auf du und du

Im Wilhelmshöher Park ist mir schon gelegentlich einmal ein Waschbär vor das Objektiv gelaufen. Im letzten Juni jedoch war es sogar eine Familie (ohne männliches Tier), die am Wegesrand auftauchte.

Zwei junge Leute lagerten auf einer Decke am Seeufer und holten etwas aus einer Pastiktüte. Das Knistern dieser Tüte muss die Tiere angelockt haben. Ohne Scheu bedrängten sie die Menschen, die sich nur durch Aufstehen, Zurückweichen und Hochhalten ihrer Tüte vor der Belästigung schützen konnten.

Dieses Verhalten kannte ich bis dahin nur von Wildschweinen in einem Gatter: Einmal mit einer Tüte rascheln und schon kommen die Tiere angelaufen. Das muss schon öfter im Park und in freier Wildbahn praktiziert worden sein, jeweils mit anschließender Fütterung. Für mich keine erfreuliche Entwicklung, denn Waschbären haben kaum natürliche Feinde. Die Vermehrungsrate ist dementsprechend hoch.

Wer einmal durch diese Tiere geschädigt wurde, wird sich solches Handeln überlegen. In meinem anderen Verein haben diese „possierlichen“ Tierchen im Vereinsheim einen Schaden von ca. 5.000 € auf dem Dachboden angerichtet. Sie hatten ohne Probleme Dachziegel einfach aufgehoben.

Fotografieren ist natürlich erlaubt, aber auch füttern?